Zeit, dass hier mal ein Terrier zu Wort kommt!

Also ehrlich! Ihr lest die ganzen Pudelgeschichten von meiner Freundin Lilly. Ich glaube, es ist an der Zeit, dass auch mal ein Terrier zu Wort kommt. Immer nur das rosarote Pudelgesülze, das geht nicht! Geschichten aus dem wahren, harten Terrierleben, das ist es doch, was Ihr lesen wollt? Oder?

Terrier Any unterwegs
Terrier Any unterwegs

Versteht mich nicht falsch, bitte! Ich mag die kleine Lilly,  und ich passe auf sie auf – weil sie so klein und zart ist. Und weil wir beide aus Shanghai kommen. Ich habe sie schon am ersten Tag gemocht, obwohl sie so vornehm tut. Schon ihr Akzent, aus den besseren Pudelkreisen…

Aber ich sehe darüber hinweg

Wir Terrier sind da ehrlicher und offener. Wir drücken uns nicht so gewählt aus und nennen die Dinge so, wie sie sind. Seit Wochen lese ich jetzt die Pudelgeschichten. Ja, sie sind nett, und die Lilly kann gut schreiben. Aber vermisst Ihr nicht das Abenteuer?

Während die gute Lilly die meiste Zeit auf ihrem rosa Kissen verbringt, kümmere ich mich um die Welt. Einer muss es ja tun und schauen, daß alles seine Ordnung hat. Man sagt immer, wir Terrier wären Kläffer. Ist nicht wahr, wirklich nicht. Wir rufen nur das ganze Rudel zur Ordnung und achten, dass jeder seinen Platz hat. Schlägt einer über die Stränge, dann wird es hier schon mal lauter. Das gebe ich zu. Aber nichts geschieht ohne Grund.

Ich habe viel zu tun

Nach dem Mittagessen zum Beispiel. Dann schnappe ich mir den Hausmeister. Wir drehen dann gemeinsam unsere Runde durch Wald und Feld. Ich muss ja nachschauen, ob alles in Ordnung ist. Markierungen auffrischen, dem Nachbarhund sagen, dass er nichts zu melden hat.

Dazu nehme ich den Hausmeister an die Leine. Die muss er festhalten. Sonst verläuft sich der arme Kerl vielleicht noch. Ich kann Euch sagen, Menschen haben so keinen Plan.

Tägliche Arbeit - Markierungen untersuchen und auffrischen
Tägliche Arbeit – Markierungen untersuchen und auffrischen

Der Hausmeister, zum Beispiel, der fällt einfach so durch die Gegend. Die spannendsten Markierungen, da rennt er achtlos dran vorbei. Die Meldung von der letzten Wildschweinrotte? Registriert er gar nicht! Oder das Rehrudel, das da heute früh durch ist? Bekommt die Schlafmütze nicht mit.

Ja Leute, ich muss ihn führen. Er ist nicht besonders gelehrig, das müsst Ihr wissen. Aber mit meiner Hilfe gehen wir jeden Tag von Markierung zu Markierung. Wenn nötig, frische ich sie auf. Er rafft das ja nicht!

Unterwegs passiert natürlich immer wieder etwas. Manchmal wird es auch brandgefährlich. Dann kann der Hausmeister froh sein, dass ein Terrier an seiner Seite ist. Was so passiert, das erzähle ich Euch immer mal zwischendurch.

Wenn die Lilly keine Lust hat zum Schreiben.

Weil ihr die gepflegten Pfötchen wehtun.

Any

Any, Terrier aus Leidenschaft. Unerschrocken und neugierig. Geboren in Shanghai. Zu Hause in Nordbayern erzählt sie ihre Hundegeschichte auf dogs-united.de.

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