Zuhause in Bayern – Prinzessin Lilly in der neuen Heimat

Was ich Euch heute erzähle, das ist wirklich geschehen. Wir Toypudel sagen immer die Wahrheit – das schwöre ich. Also, ich bin unterwegs in Bayern in dem großen, schwarzen Auto. Bayern, das ist das Land mit dem wunderschönen Schloss und dem traurigen Märchenkönig. Und ich frage mich, ob ich in Zukunft Prinzessin Lilly sein werde?

Lilly Taylor Toypudel

Als ich in meinem neuen Zuhause ankomme, ist es schon dunkel

Die Fahrt hat lange gedauert. Nicht so lange wie mit dem Flugzeug von Shanghai nach Frankfurt. Aber doch lange genug,  und ich bin ganz schön fertig. Müde, obwohl ich unterwegs eingeschlafen bin. Meine neue blonde Menschenfrau nimmt meine Reisebox aus dem Auto. Und was jetzt passiert, das glaubt Ihr mir nicht.

Wir gehen über eine Brücke

Ehrlich, um in mein neues Zuhause zu kommen, muss man über eine Brücke gehen! So wie bei einer Burg. Oder wie bei einem Schloss. Dann öffnet sich ein großer, weiter Raum. Der ist wie ein Saal und viel größer als die kleine Wohnung im Hochhaus. Bin ich in einem Schloss? Da kommt auch schon so ein Kerl mit ganz kurzen Haaren. Ah, der Hausmeister ist auch da!

Der möchte mich sicher begrüßen

Es ist ja schön, wenn man Personal hat. Ich bin noch nicht richtig angekommen, da rennen ganz viele Hunde um die Ecke. Oh, wohnen die alle hier? Ich bin unsicher und suche Deckung hinter meiner Menschenfrau. Die Hunde sind alle größer als ich, ist ja auch keine Kunst. Fast jeder ist größer als ein Toypudel.

Aber sie sind freundlich und reden wild durcheinander. In dem ganzen Gerede meine ich,  heimische Stimmen zu hören. Ich bin mir ganz sicher! Der typische Shanghai Akzent, nur nicht so fein wie meiner. Und noch etwas! Noch eine vertraute Stimme. Aber anders. Rauer, nördlicher. So mehr Peking. Kann das sein?

Ich bin mir nicht sicher

Weder ob das hier ein Schloss ist, noch mit den Sprachen. Es ist mir alles zu viel. Ich bin seit einer Ewigkeit auf den Beinen. Geschlafen habe ich kaum, Hunger habe ich auch. Außerdem fröstelt mir noch immer und ich werde krank. Das Personal könnte jetzt endlich servieren und dann möchte ich ins Bett. Essen und schlafen. Das wäre es jetzt.

Hej, das funktioniert ja

Da kommt die Menschenfrau mit dem Essen. Hm, sieht komisch aus. Riecht so ganz anders. Egal. Mein Magen knurrt. Erst mal runter damit. Wenn das Schweinebraten und Knödel sein sollen, die man in Bayern isst, dann weiß ich nicht. Das war es sicher nicht. Aber es macht satt und nur das zählt.

Nach dem Essen mache ich mir einen Plan. Ich muss zunächst das Gebäude und dann das Gelände erkunden. Bin ich jetzt Prinzessin Lilly? Wohne ich im Schloss? Ziehen die hoffentlich abends die Brücke hoch? Und dann ist da noch die Sache mit den Stimmen, die so nach Heimat klingen. Das muss ich auch noch klären.

Jetzt will ich nur noch schlafen

Ich muss ins Bett. Leute, seid mir nicht böse! Ich bin echt fertig vom Flugzeug fliegen, Auto fahren und dem ganzen Reisen. Ich kann mich nicht mehr auf meinen 4 Beinen halten. Jetzt gehe ich zu Bett.

Und in der Nacht werde ich dann wirklich richtig krank. Es erwischt mich schlimm. Wie sehr, das erzähle ich Euch morgen.

Lilly Taylor

Lilly, Pudel Dame aus Shanghai. Schreibt auf dogs-united.de Geschichten aus dem Hundeleben mit Herz und Pfote.

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